Schlagwortarchiv für: Ausgabe 06/2024

Für die einen Allheilmittel, für die anderen völlig überbewertet: Tools und Methoden im Change. Wir fühlen Expertinnen und Experten auf den Zahn und wollen ihre Sicht der Dinge sowie einige Tipps erfahren. Diesmal fragen wir Harald Schirmer.

Mal ehrlich, Tools und Methoden werden im Rahmen von Veränderungen überschätzt! Richtig?

Meine These wäre: Wenn Veränderung als sinnvoll, relevant, wirksam und wertvoll erlebt wird, braucht es nur wenig Begleitung. Tools und Methoden sind Werkzeuge, die uns helfen sollen, ein gewünschtes Ergebnis zu erreichen. Ihre Wirksamkeit hängt von der Auswahl und der Kompetenz der Anwender:innen ab. In Veränderungsprozessen wird oft zu schnell nach Tools gegriffen, bevor das gewünschte Ergebnis klar ist.

Aus kulturwirksamer Perspektive erlebe ich „einfache Werkzeuge“ gepaart mit positivem Menschenbild als besonders wirksam. Vorbildwirkung, Neugier erzeugen, Umgang mit Komplexität und „Selbstwirksamkeitserleben“ werden bei Veränderungsthemen unterschätzt. Die größte Aufgabe sehe ich jedoch im nachhaltigen Umgestalten der Regeln, Rollen und Prozesse in Richtung moderne Organisationsformen.

Du sagst oft, wenn es um das Gestalten von Veränderungen geht, ist „Change Management“ nicht der richtige Begriff. Du sprichst lieber von „Leading Change“. Was verstehst du darunter?

„Management“ wirkt bei strukturierter, geplanter Umsetzung klarer Ziele. „Leadership“ hingegen beschreibt den Umgang mit Komplexität, Dynamik und Vielfalt. Während Management „emotionslos“ Werkzeuge nutzen kann, erfordert Leadership eine positive Haltung gegenüber Leben, Menschen und Natur. Viele traditionelle Tools fokussieren sich auf hierarchisch, sequenziell zu erreichende Ziele. „Leading Change“ betont die Orchestrierung des gemeinsamen Weges unter Respektierung individueller Bedürfnisse. Die dadurch frei werdende Neugier und Selbstwirksamkeitserfahrung eröffnet einen großen Möglichkeitsraum. Am Ende geht es um Verhaltensänderungen, die ein fluides, vielschichtiges Vorgehen mit Transparenz und Beteiligung ermöglichen.

Welche beispielhafte Methode oder welches Tool verbindest du ganz besonders mit „Leading Change“?

Mir geht es mehr um die Vielfalt und Flexibilität der eingesetzten Methoden.

Es gibt kein „Best Practice“ im Komplexen.

Wichtig ist, viele Möglichkeiten zu kennen, um Hilfe zu bitten, intensiv zuzuhören und gemeinsam zu explorieren. Bewährte Mittel dafür sind beispielsweise Netzwerke, Hackathons, Moocathons, Microlearning, Open Calls, Knowledge Broker, Rule-Breaker-Workshops oder auch Working out Loud.

Du weist seit Jahren auf die Kraft von Netzwerken und Communitys in Organisationen hin. Wie steht es um das „vernetzte, bereichsübergreifende Arbeiten“ in Unternehmen im Vergleich zu früher?

Netzwerke und Communitys haben sich in vielen verschiedenen Projekten bewährt. Sie können Risiken und Kosten senken und Qualität, Innovationskraft und Arbeitgeberattraktivität steigern. Trotz dieser Erfolge ist die Zahl der verfügbaren Plattformen für echte „Social Collaboration“ gesunken. Viele Anbieter unterstützen heute eher Kleingruppen-Zusammenarbeit und „Social Communication“ – also statt gemeinsam an Themen zu arbeiten, wird über die Themen geredet. Die Corona-Pandemie hat zwar dezentrales, digitales und asynchrones Arbeiten gefördert, aber es besteht wieder oft der Wunsch, zum traditionellen Vor-Ort-Arbeiten zurückzukehren.

Flexibilität und Dynamik führen zu Komplexität. Wir sind als komplexe Lebewesen gut geeignet damit umzugehen, Netzwerke und „Leading Change“ helfen dabei. Das „maschinistisch“ geprägte Weltbild kann das nicht leisten.

 

Empfehlung

Beispielhafte Methoden zu „Leading Change“ erläutert Harald Schirmer auf seiner Website.

 

Was, würdest du sagen, ist der wichtigste Erfolgsfaktor, damit sich kollektive Intelligenz in einer Organisation entfalten kann?

Dass die kollektive Intelligenz wirksam werden „darf“. Dazu braucht es mehr Transparenz, mehr Beteiligung und die Möglichkeit, mit Netzwerken oder „allen“ co-kreativ zusammenzuarbeiten. Diese Form der Beteiligung kann in vier Stufen erklärt werden:

0: Fragebogen – kaum Einfluss, keine Verantwortung
1: Crowdsourcing – Vielfalt nutzen für Ideen, Problemlösung, Innovation, Risikoreduzierung
2: Co-Kreation – gemeinsam Entscheidungen vorbereiten
3: Augenhöhe – gemeinsam entscheiden und umsetzen

Die letzte Stufe führt zu einem Feuerwerk an passenden Lösungen, zu schnellem gemeinsamem Lernen und nachhaltigem Engagement.

Du beschäftigst dich auch viel mit der digitalen Transformation. Kann die Künstliche Intelligenz Netzwerken in Unternehmen einen Schub geben?

KI wird derzeit hauptsächlich zur individuellen Effizienzsteigerung in bestehenden Arbeitsprozessen eingesetzt. Mit generativer KI beginnen wir, Prozesse zu verändern, aber es gibt noch Verbesserungsbedarf bei der Qualität. KI könnte „Begegnungsräume“ schaffen, in denen sprachenunabhängig gearbeitet wird, und beim Verstehen von Verhalten sowie der Verbesserung von Methoden helfen.

Allerdings stehen wir vor Compliance- und Datenschutz- Herausforderungen sowie dem globalen Wettbewerb um Technologievorherrschaft. „Bring Your Own AI“ hat dabei großes Potenzial, birgt aber auch Risiken für Organisationen.

Man lernt ja doch hin und wieder die ein oder andere neue Methode, ein Vorgehen oder einen neuen Ansatz in Bezug auf Change und Transformation kennen. Wann hattest du diesbezüglich das letzte Mal ein Aha-Erlebnis?

Vor zwei Wochen erlebte ich als Teilnehmer eines „Prompt-Battles“, wie transparentes, gemeinsames Prompten mit einer generativen Bild-KI für alle Beteiligten sehr lehrreich und energetisierend sein kann. Ich bin kein Freund von Wettkämpfen im Arbeitsumfeld, da das meist mehr Verlierer als Gewinner erzeugt. Hier wurden jedoch in kurzer Zeit beeindruckend positive Ergebnisse erzielt. Grundsätzlich halte ich eine aktive, direkte Beschäftigung mit dem Thema unter Einbeziehung möglichst vieler Beteiligter für erstrebenswert.

 

 

Autor

Harald Schirmer
ist Organisationsentwickler mit Fokus auf kollaborative Netzwerke. Als „VUCArocker“ inspiriert er andere, mit Komplexität und Dynamik möglichst menschlich und respektvoll umzugehen. Zudem engagiert er sich für mehr Diversität, Transparenz und Beteiligung in unterschiedlichen Kontexten.
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Fünf Fragen an Marius J. L. Mühlenberg, CEO, LEVACO Chemicals GmbH

Bislang hat sich im Change Management noch kein Konzept als ultimativ richtig erwiesen. Veränderungen in Organisationen verlaufen höchst unterschiedlich. Deshalb sind die Erfahrungen, Erlebnisse und Eindrücke der Verantwortlichen auch so verschieden. Uns interessiert die persönliche Perspektive von erfolgreichen Managern und Managerinnen. Diesmal stellt sich Marius Mühlenberg unseren fünf Satzeröffnungen.

Meine bislang größte/wichtigste Business Transformation …

… die tiefgreifende Veränderung der Unternehmenskultur der LEVACO. Wir kommen aus der Historie eines multinational agierenden Konzerns – diese Historie spiegelte sich in unserem Mindset wider, passte aber nicht mehr zu der neuen Unternehmensstruktur und dem, was wir als Marke präsentieren möchten. So ein Übergang, weg von festgefahrenen, hierarchischen Strukturen hin zu einer agilen und flexiblen Mittelständler-Mentalität, ist eine Herausforderung, da diese Veränderung bei jedem einzelnen Mitarbeitenden stattfinden muss.

Wir mussten alte Gewohnheiten ablegen und eine Kultur des Vertrauens, der Eigenverantwortung und der schnellen Entscheidungsfindung etablieren.

Veränderungen von Unternehmen sind aus meiner Erfahrung im Wesentlichen geprägt durch …

… die zunehmende Dynamik von Veränderungen im Markt, mit der wir konfrontiert sind. Während früher Innovationszyklen mehrere Jahre dauerten, müssen heute alle paar Monate Neuentwicklungen vorgestellt werden, um dauerhaft wettbewerbsfähig zu sein. Unternehmen, die sich nicht permanent verändern und anpassen können, verschwinden unter Umständen schnell vom Markt. Prozesse bieten die nötige Stabilität, müssen aber regelmäßig überprüft und an die sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst werden. Denn was heute effizient ist, kann morgen schon völlig überholt sein.

Der Druck von außen ist immens – die Kunst liegt darin, diesen Druck nicht nach innen an die Belegschaft weiterzugeben, sondern als Katalysator wirken zu lassen. Der Druck von außen muss in Energie von innen umgewandelt werden.

Die drei wichtigsten Erfolgsfaktoren von Change Management sind für mich …

… ganz klar, die Mitarbeitenden mitzunehmen. Ihre Unterstützung ist einer der Erfolgsfaktoren für Transformationsprojekte. Und das gelingt nur durch eine klare und prägnante Kommunikation. Wenn ein breites Verständnis für die Notwendigkeit der Veränderung in der Belegschaft existiert, dann erhöht das insgesamt das Commitment. Außerdem braucht es gute Führungskräfte, die das richtige Maß an Führung und Freiheit, die in einem agilen Unternehmen unbedingt notwendig sind, vorleben. Entscheidend ist auch die Kompetenz, Ziele herunterbrechen zu können – ganz nach dem Motto „How to eat an elephant“. Große Visionen und Ziele sind wichtig, aber ohne Zwischenziele und Meilensteine sind sie unerreichbar.

Nicht alles gelingt. Was ich bei Veränderungen in meiner Verantwortung künftig anders machen werde oder was ich durch Lernen aus früheren Fehlern heute bereits anders mache, ist …

… der Transformation Zeit zu geben. Ich denke, jeder weiß, wie lange es dauert, eine Gewohnheit abzulegen oder neue Gewohnheiten zu „erlernen“. So ist es auch in einem Change-Projekt, nicht alle Mitarbeitenden sehen direkt die Notwendigkeit oder haben die Motivation, sich an die neuen Rahmenbedingungen anzupassen. Egal wie gut ein Transformationsprozess kommunikativ begleitet wird, ist es unrealistisch anzunehmen, dass alle die gleiche Überzeugung teilen. Auch das ist nichts Schlechtes – im Gegenteil:

Das bewusste Auseinandersetzen mit „Bedenkenträgern“ führt zu neuen Perspektiven und Impulsen.

Transparenz über Zwischenziele und deren Erreichen zu schaffen, halte ich außerdem genauso für wichtig, wie das große Ganze im Blick zu behalten. Durch festgelegte und kommunizierte Meilensteine wird der Fortschritt sichtbar und greifbar. Außerdem wird dadurch auch verdeutlicht, wo ein Gegensteuern notwendig ist.

Mein persönlicher Tipp an eine Führungskraft, die Verantwortung für ein Veränderungsprojekt übernimmt, lautet:

… auch wenn das eher eine allgemeine Empfehlung ist: Fehler zulassen! Wer Verantwortung trägt, muss ständig zwischen Sicherheit und Risiko abwägen. Wir sind in Deutschland sehr risikoavers sozialisiert und versuchen oft, so viele Risiken wie möglich durch intensive Planung zu vermeiden. Dieses Verhalten kann jedoch ein großes Hemmnis für Innovation sein, denn neue Wege beschreitet man nur, wenn man Risiken eingeht. Und dabei stellt man oft fest, dass nicht jeder geplante Schritt in der Praxis der Richtige ist. Daher ist eine gesunde Fehlerkultur wichtig – sowohl bezüglich des Führungsverhaltens als auch im Team. Ganz im Sinne des agilen Mindsets sollte der Ansatz sein, Schritt für Schritt gemeinsam mit dem Team besser zu werden.

 

 

Autor

Marius J. L. Mühlenberg
ist seit Mai 2021 CEO beim Chemieunternehmen LEVACO Chemicals im Chempark Leverkusen, das als ehemaliger Teil des Bayer-Konzerns in den Strukturen von Lanxess und Tanatex 2014 ausgegründet wurde. Das Unternehmen ist Hersteller von Spezialchemikalien und Additiven wie Dispergiermitteln, Emulgatoren, Netzmitteln, Entschäumern, Flockungs- und Fixiermitteln. Marius Mühlenberg beschäftigt sich im Unternehmen unter anderem mit den Herausforderungen und Chancen für den Mittelstand und engagiert sich daneben als Senator im Senat der Wirtschaft Deutschland.
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Ihnen hat das Format „5 Fragen an…“ gefallen? Hier finden Sie einen weiteren Beitrag dazu: „5 Fragen an Carmen-Maja Rex, Heidelberg Materials“

„Die Unternehmen müssen mitmachen“

Das mittelständische Unternehmen edding befindet sich in der Transformation von einem profitorientierten zu einem sinnökonomischen Unternehmen. Ziel ist es, der Umwelt und Gesellschaft langfristig mehr zurückzugeben als für die Existenz und Weiterentwicklung des Unternehmens an Ressourcen benötigt wird. Im Interview spricht der CEO Per Ledermann über die Beweggründe für den Wandel, die vier Säulen der Nachhaltigkeit sowie die Herausforderungen und wichtigsten Erfolgsfaktoren der Transformation.

Herr Ledermann, im vergangenen Jahr konnte man lesen, dass sich edding von einem profitorientierten hin zu einem sinnökonomischen Unternehmen transformieren möchte. Ein bemerkenswertes Vorhaben. Wie viel Marketing steckt hinter dem Begriff der sinnökonomischen Transformation?

Wir wollen sehr bewusst den Zusammenhang zwischen Ökonomie und Sinn deutlich machen. Wenngleich ich auch sagen kann, dass edding ein Unternehmen ist, das sich schon immer über den reinen Profit hinaus sowie zur Rolle des Unternehmens in der Gesellschaft Gedanken gemacht hat.

Mittlerweile interessiert das Thema aber tatsächlich viele Menschen und wir können weitreichende Wirkung entfalten. Insofern reden wir auch laut über Nachhaltigkeit und Sinnökonomie. Es ist ein wesentlicher Teil unseres Marketings und wir versuchen, vielen Stakeholdern zu zeigen, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen ökonomischem Erfolg und unserem sinnökonomischen Weg. Es ist nichts Verwerfliches daran, darüber zu sprechen.

Wir sind gerade dabei, unsere gesamte Kommunikation auf dieses Thema umzustellen. Das gehört dazu und ist Bestandteil der Transformation.

Sie sagen, Nachhaltigkeit war schon immer ein großes Thema bei edding. Aber wie kam es zu der Entscheidung, den primären Zweck des Unternehmens umzustellen? Gab es einen besonderen Anlass?

Es gab nicht diesen einen Moment, in dem wir gesagt haben: Jetzt gießen wir das Ganze in eine Strategie. Es war ein Prozess. Wir haben immer deutlicher gesehen – wir alle sehen das –, dass wir als Gesellschaft vor großen Aufgaben stehen. Wir beschäftigen uns mit dem aktuellen Stand der Forschung und wir wissen: Wenn die Wirtschaft nicht eine entscheidende Rolle hinsichtlich der gesellschaftlichen Transformation einnimmt, dann werden wir sie nicht hinbekommen – weder in Bezug auf die ökologische Dimension noch bezüglich der sozialen. Von daher bin ich davon überzeugt: Es gibt nur diesen einen Weg, um überhaupt als Gesellschaft eine Chance zu haben, sich regenerativ aufzustellen und zukunftsfähig zu sein. Die Unternehmen müssen mitmachen.

Sollten die Unternehmen Ihrer Meinung nach also noch mehr Verantwortung übernehmen, wenn es um die gesellschaftliche Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit geht?

Ja, ohne das wird es nicht gehen. Wir müssen mindestens das tun, was vereinbart wurde, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen und den Anstieg der Erderwärmung nicht zu groß werden zu lassen. Das gelingt jedoch nicht, wenn wir weiter so produzieren, wie wir das heute machen, und nicht den Ressourcen- und Carbon-Bedarf minimieren. Es gibt eine Studie, die besagt, dass es ein Weg wäre, unsere Wirtschaft jedes Jahr um sieben Prozent schrumpfen zu lassen. Ich denke mal, das wollen wir alle nicht. Dann würde uns der Wohlstand verloren gehen und wir hätten wahrscheinlich sehr schnell noch ganz andere Wahlergebnisse und vielleicht Unruhen. Das heißt: Der einzige Weg ist, dass die Unternehmen die Art und Weise, wie sie zum Beispiel Produkte herstellen und sie transportieren, verändern müssen. Sie müssen es mit weniger Ressourcen hinbekommen. Die Innovationen dazu stehen noch am Anfang, aber es ist wichtig, schnell Tempo aufzunehmen.

Ich finde es so wichtig, dass man sich das bewusst macht und das nachhaltige Wirtschaften ins Zentrum der Strategie stellt.

Ansonsten bleibt alles wie immer.

Ihr Unternehmen ist mehrheitlich in Familienbesitz. Inwieweit wäre eine solche Transformation mit einer anderen Eigentumsstruktur möglich?

Wir sind ein börsennotiertes Familienunternehmen. Die Mehrheit der Aktien liegt in den Händen der Familie. Insofern muss man sicherlich ein paar weniger Menschen hinter sich bekommen. Jedoch gab es in unseren Aktionärskreisen – nachdem wir das bekannt gegeben haben – durchaus die eine oder andere kritische Stimme.

Der weitaus größte Teil steht dem Ganzen allerdings positiv gegenüber. Wir haben gerade ein Aktienrückkaufprogramm auf den Weg gebracht, um den Menschen, die den Weg nicht mitgehen wollen, die Gelegenheit zu geben, ihre Aktien zu verkaufen. Das haben nur sehr wenige wahrgenommen.

Auch unsere Banken unterstützen den Weg.

Deshalb würde ich es eher als Ausrede ansehen, wenn jemand sagt, nur als Familienunternehmen könne man eine solche Transformation ernsthaft angehen.

Wie sehen Ihre primären Nachhaltigkeitsziele aus? Können Sie die kurz skizzieren?

Wir setzen unsere Ziele mittels einer Balanced Scorecard um. Und es ist schon länger so, dass da nicht nur Finanzziele drinstehen. Das Thema Nachhaltigkeit bilden wir heute mittels vier Säulen in der Balanced Scorecard ab.

Das eine ist eine ökologische Nachhaltigkeit. Hier ist das Kernziel, dass wir 3.000 Tonnen CO₂-Äquivalente aus unserem Produktionssystem nehmen wollen, bis Ende 2026, also in den nächsten zweieinhalb Jahren.

Die zweite Säule ist die soziale Nachhaltigkeit. Auch die spielt für uns eine wichtige Rolle. Wir sehen unsere Produkte auch als Mittel, um sich auszudrücken. Und es gibt eben gesellschaftliche Gruppen, die sind in ihren Möglichkeiten sich auszudrücken eingeschränkt, zum Beispiel aufgrund von physischen oder rechtlichen Einschränkungen.

Wir arbeiten beispielsweise sehr intensiv mit einer Stiftung zusammen, die unser Gründer Carl-Wilhelm Edding ins Leben gerufen hat, die sich um Rechte von Migrantinnen und Migranten kümmert, auch die sind ja in vielerlei Hinsicht eingeschränkt – sprachlich, aber auch rechtlich. In diesem Bereich haben wir beispielsweise das Ziel, 10.000 Menschen zu helfen. Und dafür gibt es auch ein entsprechendes System, um die Zielerreichung zu messen.

Die dritte Säule ist die interne Nachhaltigkeit. Dahinter verbirgt sich einerseits die Mitarbeitendenzufriedenheit, aber auch das Engagement. Wir haben zum Beispiel das Ziel, dass ein Drittel unserer Mitarbeitenden bis 2026 im Corporate Volunteering aktiv ist.

Und schließlich haben wir die vierte Säule, die ökonomische Nachhaltigkeit. Darin stecken zum einen knallharte Finanzziele, zu Umsatz und Profitabilität zum Beispiel. Zum anderen bilden wir dort ebenfalls die Perspektiven der Kunden ab.

Wir fragen diese unter anderem regelmäßig – Online-Kunden und große Handelspartner –, wie wichtig es ihnen ist, dass edding so nachhaltig wirtschaftet, wie wir es tun. Auch diesbezüglich gibt es Ziele.

Wir haben also insgesamt vier Säulen: die interne, ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit.

Und dazu gibt es jeweils klare, messbare Ziele, die wir erreichen wollen.

Kann man sagen, dass die von Ihnen erwähnte Einsparung der 3.000 Tonnen CO₂-Emissionen der größte Hebel ist, um Ihre ökologischen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen?

Wenn wir über die Reduzierung unserer Treibhausgasemissionen sprechen, verwenden wir übrigens die internationale Abkürzung für CO₂-Äquivalente: CO₂e. Denn wir berücksichtigen bei der Bilanzierung alle Treibhausgasemissionen.

Zu Ihrer Frage: Bezüglich der ökologischen Nachhaltigkeit ist die Dekarbonisierung sicherlich der Kern dessen, was wir messen können.

In Bezug auf die Dekarbonisierung sind die Produkte für ein produzierendes Unternehmen sicherlich der größte Hebel.

Von daher steht das schon im Zentrum. Dahinter verbirgt sich vor allem ein großes Projektportfolio, das kontinuierlich abgearbeitet und weiterentwickelt wird. Da geht es um die Umstellung auf Recyclingmaterialien, die Reduktion von Wanddicken oder Verpackungen. Und jedes Mal bewerten wir genau, was es uns jeweils kostet und wie hoch die CO₂e-Einsparungen sind.

Aber die Dekarbonisierung bedeutet für Sie immer erst einmal, Investitionen zu tätigen. Sie brauchen neue Produktionsverfahren und/oder neue Materialien.

Genau. Auch das berechnen wir. Wir hätten es uns einfach machen können und den Weg der Kompensationen gehen können, wie es viele andere Unternehmen machen. Man bezahlt dann 25 Euro oder so für die Tonne CO₂e, die man ausstößt. Das bedeutet aber auch, dass der Schaden weiter entsteht und nur ein Pflaster draufgeklebt wird, anstatt das System selbst nachhaltiger zu gestalten. Kompensation wäre für uns viel günstiger gewesen als im eigenen System zu arbeiten. Im Moment bearbeiten wir Projekte, die uns in etwa 300 Euro pro Tonne CO₂e kosten.

Das Wichtige ist, dass wir unsere Produktionsverfahren verändern, und das bedeutet erst mal ein Investment. Zum Teil versuchen wir, das auf die Preise umzulegen, aber an vielen Stellen ist das gar nicht möglich. Das heißt für uns, ökonomisch zunächst einen Rückschritt zu machen.

Und dennoch gibt es mehr und mehr Handelskunden, die sagen, dass sie genau mit Unternehmen wie uns zusammenarbeiten wollen, Unternehmen, denen Nachhaltigkeit ehrlich wichtig ist. So einen Zuspruch kann man manchmal nicht direkt umrechnen, aber es hilft in der Kundenbeziehung. Das zeigt sich dann vielleicht daran, dass man nicht umgehend ausgelistet wird vom Handelspartner, wenn dieser mit einer Preiserhöhung eigentlich nicht einverstanden ist.

Dass Unternehmen Kompensationen zahlen, ist der häufigere Weg?

Ja, das ist noch der gängige Weg, aber die Wissenschaft hat eine ganz klare Meinung: Nur Kompensationszahlungen zu tätigen, nützt uns auf Sicht nichts.

So viele Bäume können wir gar nicht pflanzen, um einfach so weitermachen zu können wie bisher.

Was bedeutet die Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit intern, für die Mitarbeitenden, auch zum Beispiel, wenn es in die Verhandlungen mit den Kunden und Lieferanten geht? Ich denke, die Mitarbeitenden müssen selbst erst einmal überzeugt sein von dem Weg, bevor sie in den Austausch mit den Partnern gehen.

Genau. Intern heißt das zunächst, Überzeugung schaffen. Aber diesen Prozess kann man auch unterstützen, zum Beispiel durch Incentive-Systeme. Wir sind gerade dabei, sowohl auf der Einkaufs- als auch auf der Verkaufsseite entsprechende Ziele zu setzen, wenn es darum geht, CO₂e-Reduktionsprojekte umzusetzen.

Das Gleiche gilt für die Handelsseite, hier hat man ebenfalls die Möglichkeit, gemeinsame Projekte umzusetzen, zum Beispiel mit dem Ziel, die Lieferwege zu optimieren und CO₂e aus der Wertschöpfungskette rauszunehmen.

Dafür suchen wir uns Partner oder es gibt langjährige Partnerschaften, mit denen es aufgrund des kooperativen Austausches einfach umzusetzen ist. Es kann jedoch auch vorkommen, dass wir sagen: „Wenn wir weiter zusammenarbeiten wollen, dann muss das der nächste Schritt sein.“

Wie war die Reaktion der Mitarbeitenden, als klar wurde, dass edding konsequent den Weg der Nachhaltigkeit geht? Schließlich ist die Transformation mit klaren Erwartungen an die Beschäftigten verbunden.

Insgesamt war das Feedback schon sehr positiv. Das Hauptthema war vor allem, was jeder Einzelne beitragen kann. Wir haben viel Aufwand betrieben hinsichtlich Erklärungen und Austausch. Wir haben eine Roadshow in allen unseren Tochtergesellschaften durchgeführt und der Vorstand war in jeder Niederlassung. Es fanden halbtägige Workshops statt, um zu überlegen und zu diskutieren, was jeder neben den Leuchtturmprojekten im täglichen Tun unternehmen kann.

Natürlich gab es ebenfalls den ein oder anderen, der gesagt hat: Das ist nicht mein Weg. Ein bisschen Fluktuation lässt sich nicht vermeiden bei einer strategischen Neuausrichtung. Das ist vollkommen okay. Die, die dabeibleiben, sind umso motivierter.

Und achten Sie beim Recruiting ganz besonders darauf, dass neue Mitarbeitende sich mit der Transformation identifizieren können?

Absolut. Das Recruiting war einer der ersten Prozesse, die wir angepasst haben. Wir achten sehr darauf, dass die neuen Mitarbeitenden hinter dem Weg von edding stehen. In unseren Ausschreibungen machen wir sehr deutlich, welche Menschen mit welchem Mindset wir suchen – und zwar nicht nur in irgendeiner spezialisierten Corporate-Sustainability-Abteilung, sondern auch, wenn wir einen neuen Controller oder eine Vertrieblerin suchen. Im Bewerbungsgespräch klopfen wir dann ebenfalls das Thema Haltung ab. Unsere Erwartungen gehen über die rein fachliche Komponente hinaus.

Spiegelt sich diese Transformation auch in den Zielsystemen oder Anreizsystemen gerade für Führungskräfte wider oder setzen Sie vor allem auf intrinsische Motivation und Überzeugung?

Alle unsere Führungskräfte sind an die Balanced Scorecard gekoppelt und damit an die Nachhaltigkeitsziele. Und es gibt kurz- und mittelfristige Ziele, die ausgewogen sind und nicht nur Finanzziele beinhalten. Die Mitarbeitendenzufriedenheit oder die Beteiligungsquoten der Corporate-Volunteering-Programme und natürlich die Projekte zur CO₂e-Reduktion sind unter anderem ebenfalls Teil der Ziele der jeweiligen Führungskraft.

Wie läuft es mit der Beteiligung an den Corporate-Volunteering-Programmen?

Insgesamt läuft es gut, aber wir müssen perspektivisch eine deutliche Steigerung hinbekommen in Bezug auf die Beteiligungsquote. Dafür schafft jetzt unser Corporate Sustainability Management neue Angebote, die nötig sind, um überhaupt hohe Beteiligungen zu bekommen. Und zusätzlich rufen wir dazu auf, selbst Ideen zu entwickeln, die womöglich aus der persönlichen Situation heraus entstehen, weil man sich zum Beispiel ohnehin ehrenamtlich im Umweltschutz engagiert oder man im privaten Bereich von einem tollen sozialen Engagement gehört hat.

Wir haben ebenfalls mehr und mehr Mitarbeitende, die wir dabei unterstützen, wenn sie selbst etwas auf die Beine stellen. Wir nehmen das dann auch mit auf in unser Zielsystem – wenn es zu unseren sozialen oder ökologischen Nachhaltigkeitszielen passt.

Was würden Sie sagen, sind ganz allgemein betrachtet, die wichtigsten Erfolgsfaktoren, damit Ihre Transformation gelingt?

Auf der einen Seite brauchen wir Professionalität hinsichtlich des Produkt- sowie Projekt- und Portfoliomanagements. Wir müssen klare Ziele formulieren und unsere Projekte danach strategisch vorauswählen und ausrichten.

Zum anderen geht es um das richtige Mindset, das nötig ist, um sich als Organisation kontinuierlich weiterzuentwickeln. Das zeigt sich schon im Kleinen, wenn einem Mitarbeitenden zum Beispiel auffällt, dass es bei uns immer noch einzeln verpackte Süßigkeiten gibt oder wir in unserem Obstkorb Sorten haben, die gar nicht zur Jahreszeit passen. Oder: Wir nutzen beispielsweise für unsere internen Workshops Flipchart-Marker, die von Kunden zurückgeschickt werden. Das sind zum Glück nicht viele. Bereits durch solche kleinen Sachen entsteht ein Bewusstsein für nachhaltiges Handeln, dass bei jedem Schritt, jeder Entscheidung so wichtig ist.

Eine Frage zur Struktur. Sie haben eine Abteilung rund um Nachhaltigkeitsmanagement. Welche Aufgabe hat sie? Und braucht man sie nicht vor allem als Übergangsfunktion?

Ich glaube, die Übergangsfunktion haben wir schon hinter uns gelassen. Das war die Zeit, in der alle Projekte dort gelaufen sind. Das haben wir jetzt dezentralisiert. Was nun notwendig ist, ist Koordination. Und es braucht einen Bereich, der den Überblick hat, Transparenz herstellt, bei dem alle Projekte zusammenlaufen und wo auch der Dekarbonisierungsbeitrag bewertet wird oder eine Bewertung mit Blick auf die soziale Dimension stattfindet.

Eine andere wichtige Aufgabe ist das externe Reporting. Es gibt nun immer mehr Regularien. Das finden wir prinzipiell richtig, muss aber auch gestemmt werden. Das übernimmt ebenfalls die Sustainability-Abteilung.

Kriegen Ihre Mitarbeitenden regelmäßig Schulungen zu bestimmten Nachhaltigkeitsthemen?

Ja. Wir nennen das „Deep Dive“. Wir bieten zu den verschiedenen Nachhaltigkeitssäulen interne Formate an. Das sind dann manchmal mehrstündige Online-Formate, die Mitarbeitenden ermöglichen, ein Thema tiefer zu durchdringen. Und dann gibt es zusätzlich individuelle Schulungen für bestimmte Abteilungen, bei denen es um ganz spezielle Themen wie zum Beispiel neue Materialien geht.

Wir müssen uns alle kontinuierlich fortbilden – auch der Vorstand. Das ist im Grunde Risikovorsorge, die jedes Unternehmen betreiben sollte. Wer heute nicht auf die Veränderungen vorbereitet ist, der wird überrollt – entweder von den Anforderungen durch die regulative Seite oder von dem sich verändernden Konsumentenverhalten.

Was denken Sie, was für die Mitarbeitenden ganz besondere Herausforderungen in Sachen Nachhaltigkeit sind?

Wenn das Thema Nachhaltigkeit die Kundenbeziehung betrifft, dann ist das sicherlich meist eine Herausforderung. Wir hatten neulich mit einem Kunden die Diskussion zur Blister-Verpackung, die wir gerne generell loswerden wollen. Es hieß, der Kunde wolle gerne auf Karton umstellen, weil das nachhaltiger sei.

Es ist allerdings mit dem Blick auf den CO₂e-Ausstoß nicht nachhaltiger. Post-Consumer-Recycling- Kunststoff ist besser.

Wir haben dann unserem Key-Accounter aufgebrummt, das klarzustellen und zu verhandeln. Wir machen keine Marketing-Nummer, wenn das Vorhaben nicht wirklich nachhaltiger ist.

Der Key-Account-Manager war nicht gerade begeistert, dem Kunden notfalls abzusagen. Aber wir haben ihm natürlich die notwendige Rückendeckung gegeben. Am Ende hat alles funktioniert und wir haben unsere „Post Consumer Recycling Blister“ umgesetzt.

Was stimmt Sie grundsätzlich zuversichtlich, dass Sie als Unternehmen diese Transformation schaffen? Und was stimmt Sie zuversichtlich, dass wir es als Gesellschaft schaffen?

Gute Frage. Hinsichtlich unseres Unternehmens bin ich zuversichtlich, weil ich sehe, was alles seit August vergangenen Jahres bei uns passiert ist. Ich sehe an vielen Stellen kleinere und größere Dinge. Ich sehe unsere Projektlisten, die wachsen, ich sehe, wie unsere Systeme umgestellt werden und gleichzeitig sehe ich fast wöchentlich irgendwo in unserem Unternehmen ein cooles Beispiel für mehr Nachhaltigkeit, das wir dann auch intern teilen.

Man merkt: Da entsteht eine Bewegung.

Hinsichtlich unserer Gesellschaft ist die Zuversicht sicherlich nicht im gleichen Maße vorhanden. Aber wir sehen eine Menge Bewegung – bei den großen Stakeholdern, auf der regulativen Seite, aber eben vor allen Dingen auch auf der Seite der Konsumentinnen und Konsumenten sowie bei den Händlern. Ob das am Ende reicht? Schwer vorherzusagen. Allein, was bleibt einem anderes übrig, als alles dafür zu tun, dass man seinen Beitrag leistet und zu hoffen, dass es am Ende gut ausgeht.

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Jan C. Weilbacher

 

 

Autor

Per Ledermann
ist seit 2008 Chief Executive Officer und Vorstandsvorsitzender der edding AG, zuvor verantwortete er drei Jahre als CFO die Finanzbereiche und IT der Gruppe. Vor seiner Zeit bei edding hat Per Ledermann bei diversen Strategieberatungen Erfahrungen in Europa und im Mittleren Osten erworben. Als Sohn eines der beiden Unternehmensgründer Volker Detlef Ledermann führt er das Familienunternehmen in zweiter Generation. 2010 wurde er als Familienunternehmer des Jahres ausgezeichnet.
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Unternehmen sind heute kontinuierlich mit Veränderungen konfrontiert. Das ist für Mitarbeitende und Führungskräfte eine Herausforderung. Die Einrichtung eines Change Management Office kann allerdings in dynamischen Zeiten eine wertvolle Hilfe für die Organisation sein, indem es Transparenz schafft, bei Projekten unterstützt und Change-Know-how fördert. Kristin Baumann skizziert erste mögliche Schritte, um ein solches Office aufzubauen.

Veränderungen sind unser täglicher Begleiter geworden und erfolgen in einem rasanten Tempo und in allen Unternehmensbereichen. Viele Organisationen und deren Mitarbeitende sind allerdings veränderungsmüde. Um dem entgegenzuwirken und Klarheit in den Veränderungsdschungel zu bekommen, kann die Etablierung eines Change Management Offices (CMO) helfen. Je nach Ziel und Scope des CMO behält es die Übersicht über alle Veränderungen in der Organisation, unterstützt und berät bei Veränderungsprojekten und sorgt für den Aufbau von Know-how zu Change Management in der Organisation.

Außerdem vertritt das CMO die strategische Bedeutung von Change Management in der Führungsebene und erhöht damit die Wahrscheinlichkeit, Veränderungen erfolgreich umzusetzen. Im Folgenden werden fünf mögliche Schritte für den Aufbau eines CMOs in einer Organisation beschrieben.

 

In 5 Schritten zum Change Management Office: 1. Change-Management-Office-Struktur aufbauen, 2. Methoden, Tools und Templates entwickeln, 3. Führungskräfte und Stakeholder einbeziehen sowie Bewusstsein für Change und CMO steigern, 4. Know-how zu Change Management aufbauen, 5. Change Management in (Pilot-)Projekten einsetzen, um den Nutzen zu belegen

Abbildung: In fünf Schritten zum Change Management Office

1. Struktur aufbauen

Zunächst ist es wichtig, aufbauend auf der Ist-Situation und der Problemstellung, die Ziele und den Scope des CMOs festzulegen. Ist das Ziel, die Nutzung von Change Management in der Organisation zu erhöhen, einen Überblick über alle Veränderungsmaßnahmen in der Organisation zu erhalten oder Vorgaben für Projekte zur Nutzung von Change Management zu machen?

Weitere mögliche Ziele sind: Mitarbeitende zu schulen oder ein Center of Excellence zu sein, das Templates und Beratung zur Verfügung stellt. Wird das CMO auch Change-Management-Projekte leiten oder wird die Veränderung durch die Projektleiter:innen in ihren jeweiligen Projekten integriert? Wird das CMO alle Bereiche der Organisation und alle Projekttypen unterstützen?

Und wo wird das CMO verortet sein – zentral oder dezentral? All das sind Fragen, die die Struktur und die Zusammensetzung des Teams beeinflussen. Basierend auf den Zielen sollten dann die Rollen und Verantwortlichkeiten festgelegt und der Business Case ausgearbeitet werden.

2. Methoden, Tools und Templates entwickeln

Im zweiten Schritt sollten die Change-Management-Methoden gewählt werden, die am besten zur Organisation passen und so gestaltet werden, dass sie den Bedarf der Organisation optimal decken. Außerdem müssen Tools und Templates zur Umsetzung der Methoden entwickelt und in Bezug auf die im Unternehmen gängigen Projektmanagement- Tools und Templates abgestimmt werden. Dies kann sich beispielsweise auf übergreifende Schlüssel- Meilensteine, gleiche Template-Strukturen und den Abgleich von Prozessen beziehen. Wichtig ist ebenfalls, bereits anerkannte Strukturen und Arbeitsweisen zu nutzen.

3. Führungskräfte und Key-Stakeholder einbeziehen

Auch der Aufbau eines CMO in einer Organisation ist eine Veränderung, deshalb ist es notwendig, Führungskräfte und Key Stakeholder frühzeitig einzubinden, um den Nutzen und die Wichtigkeit des CMOs zu verdeutlichen. Wenn der richtige Sponsor für das Vorhaben ausgewählt und die wichtigsten Abteilungen wie Organisationsentwicklung, HR, PMO (Projekt Management Office) und IT involviert sind, ist bereits eine entscheidende Hürde genommen.

Dann gilt es, in der Organisation darüber zu informieren, was Change Management ist, warum man es braucht, was die Aufgaben eines CMO sind und was die Änderung für die Mitarbeitenden bedeutet. Hierfür eignen sich Townhall- und Bereichsmeetings, aber beispielsweise auch die Nutzung von Change-Botschafter:innen, Mitarbeitende, die Change Management bereits genutzt haben, Fürsprecher:innen sind und Einfluss auf die Organisation haben.

4. Change-Management-Know-how aufbauen

Change Management zu nutzen geht nur, wenn man weiß, wie. Daher ist es notwendig, Trainings für unterschiedliche Rollen aufzubauen und durchzuführen. Da vieles in der Theorie einleuchtet, uns in der Praxis aber dennoch vor Herausforderungen stellt, ist es außerdem empfehlenswert, Coachings in Projekten durch CMO-Mitarbeitende anzubieten und beratend zur Seite zu stehen.

Auch Communitys aufzubauen, in denen Wissen und Erfahrungen ausgetauscht werden, kann ein guter Weg sein, Wissen in der Organisation zu streuen.

5. Change Management in (Pilot-)Projekt(en) einsetzen

Um den Nutzen von Change Management zu belegen, werden im nächsten Schritt ein Projekt oder mehrere Projekte mit hoher Bedeutung und Sichtbarkeit ausgewählt, in denen der Sponsor bereits die Wichtigkeit von Change Management erkannt hat und die Wahrscheinlichkeit für den Erfolg des Einsatzes einer Veränderungsbegleitung hoch ist.

Auch sollten die erzielten Erfolge durch das Change Management gemessen und aufgezeigt werden. Dies kann sowohl qualitativ durch Interviews von Projektmanager:innen und Mitarbeitenden als auch quantitativ durch Zufriedenheitsbefragungen oder Nutzungsverhalten geschehen. Die Veröffentlichung von Zitaten der beteiligten Mitarbeitenden und Führungskräfte kann wiederum in der Organisation das interne Marketing für das Change Management stärken.

Ziel dieser fünf Schritte ist es, dass die Nutzung von Change Management zur Normalität in der Organisation wird, von Beginn an budgetär und zeitlich eingeplant und als wichtige Funktion angesehen wird. Change Management ist dann nicht mehr die Ausnahme, sondern der Standard in Projekten und Initiativen, was wiederum die Basis für den Aufbau eines Portfoliomanagements aller laufenden und zukünftigen Veränderungen in der Organisation darstellt.

Der erste Schritt hin zu Veränderung ist immer der schwerste. Das CMO kann helfen, Veränderung greifbar zu machen und in der Organisation die Wirksamkeit von Change Management unter Beweis zu stellen. Dann kann die nächste größere Veränderung auch ein Erfolg werden.

 

 

Autorin

Kristin Baumann
ist Leiterin des „Change & Culture Competence Center“ bei Assure Consulting. Als Change Managerin und Beraterin begleitet und unterstützt sie Unternehmen und deren Mitarbeitende in Veränderungsprojekten.
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Bereits vor etwa zehn Jahren gründeten Mitarbeitende bei idealo das GREEN team. Noch heute ist es ein wichtiger Treiber für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Unternehmen. Mittlerweile werden Nachhaltigkeitsziele bei idealo aber auch strategisch und ganzheitlich verfolgt. Dabei spielt vor allem das Sustainability Team im Unternehmen eine wichtige Rolle. Wie das GREENteam setzt es auf dem Weg hin zu mehr Nachhaltigkeit auf die Einbeziehung der Mitarbeitenden.

Positiver Wandel hin zu einer nachhaltigen Zukunft ist nur dann wirkungsvoll, wenn möglichst viele Menschen aktiv mitwirken. Freiwilliges Engagement aber erfordert Zeit – für viele Berufstätige ist das ein rares Gut. Deshalb legen wir bei idealo viel Wert darauf, unseren Mitarbeitenden die Möglichkeit zu geben, Nachhaltigkeitsmaßnahmen im Unternehmen mitzugestalten. Nach nun fast 25 Jahren Unternehmensgeschichte können wir auf eine Vielzahl von Initiativen im Bereich Nachhaltigkeit und Klimaschutz zurückblicken, die in erster Linie durch das Engagement motivierter Mitarbeitender vorangetrieben wurden.

Doch welche Maßnahmen kann ein Unternehmen ergreifen, um Mitarbeitendenengagement zu fördern? Mit Blick auf ausgewählte Initiativen innerhalb unseres Unternehmens möchte ich skizzieren, welche Erfahrungen wir bei idealo in den vergangenen Jahren gemacht haben.

Der Arbeitsplatz als Ort der Begegnung

Als Unternehmen möchten wir eine motivierende und erfüllende Arbeitsumgebung schaffen, in der jede bzw. jeder die Möglichkeit hat, persönlichen Interessen zu folgen, sich innerhalb des Unternehmens zu vernetzen und die Unternehmenskultur aktiv mitzugestalten.

So entstand bereits 2014 bei idealo das GREENteam: Angefangen hat es mit einer Handvoll Mitarbeitender, die sich für Themen rund um Nachhaltigkeit und Klimaschutz interessierten und zusammenfanden, um Ideen auszutauschen, Wissen zu teilen und gemeinsam darüber zu sprechen, was jede und jeder als Individuum tun kann, um den eigenen Alltag ein Stückchen nachhaltiger zu gestalten.

Mittlerweile ist das GREENteam fester Bestandteil der idealo-Unternehmenskultur: Als abteilungsübergreifende Arbeitsgruppe besteht es aus freiwilligen Mitarbeitenden.

Das GREENteam trifft sich regelmäßig, um gemeinsam Projekte zu planen und umzusetzen.

Getreu dem Motto „Nimm deinen Fußabdruck in die Hand“ möchte das Team seine Kolleginnen und Kollegen über ihren CO₂-Fußabdruck informieren und sie dabei unterstützen, ihn langfristig zu reduzieren.

Auf einen Blick

Beispiele für Aktionen des GREENteams

  • „More Plants Less Waste”: Gemeinsam alte Plastikflaschen und Milchkartons für die Aussaat von Gemüsepflanzen und Blumen recyceln
  • „Clean-up Walk“: An ausgewählten Orten gemeinsam Müll sammeln
  • „Das Problem der Lebensmittelverschwendung“; Vortrag von „Food Saving & More e. V.“
  • „Veganuary Challenge“: Gemeinsam einen Monat lang auf vegane Ernährung umsteigen und mit anderen zum Thema in den Austausch gehen
  •  „Fahrradtag“: Kostenfreie Fahrrad-Inspektion und Reparaturen
  • „Kleidertausch und Spende“: Kleidung tauschen statt neu kaufen und spenden statt wegwerfen
  • Vortrag zum Thema „Klimaängste“ von „klimagefühle“

Mit verschiedenen Aktionen, praktischen Workshops oder Infoveranstaltungen rund um Themen wie Ernährung, Mobilität, Strom, Finanzen oder Konsum möchte das GREENteam alle Mitarbeitenden dazu ermutigen, beim Klimaschutz mitzumachen. Damit ist es ein wichtiger Treiber für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Unternehmen und maßgeblicher Impulssetzer für das persönliche Engagement Einzelner.

Freiräume schaffen, um Ideen entstehen zu lassen

Eine Arbeitsgruppe wie das GREENteam basiert auf Selbstorganisation und Freiwilligkeit. Deshalb wollen wir die Hemmschwelle, mitzumachen, möglichst gering halten. Entsprechend schaffen wir Raum und Zeit, damit sich die Teammitglieder für Ideenaustausche und Planungen von Aktionen treffen können: Die regelmäßigen Treffen werden während der Arbeitszeit abgehalten, (digitale) Räumlichkeiten stehen stets zur Verfügung und auch auf ein gewisses Budget – zum Beispiel für externe Vorträge oder Workshops – kann das GREENteam zurückgreifen.

Sämtliche Aktionen, zu denen alle Mitarbeitenden eingeladen werden, finden ebenfalls innerhalb der Arbeitszeit statt.

Sie werden rechtzeitig angekündigt, sodass jede und jeder die Möglichkeit bekommt, sich entsprechend Zeit freizuhalten. Da wir ein hybrid arbeitendes Unternehmen sind, ist es eine Mischung aus virtuellen Treffen und Aktionen vor Ort im Büro. In der Regel handelt es sich um Veranstaltungen, die nicht länger als eine Stunde dauern. Sie sind nicht nur informativ, sondern für viele auch eine willkommene Abwechslung von der Arbeitsroutine. Unserer Erfahrung nach gehen die Teilnehmenden dankbar für die neuen Impulse hinsichtlich eines nachhaltigeren Alltags aus den Treffen – und mit neuer Energie zurück an ihre Rechner.

Bei knapper Zeit lässt freiwilliges Engagement nach

Die erwähnte Freiwilligkeit und Selbstorganisation hat zum einen den Vorteil, dass eine Gruppe wie das GREENteam in der Projektauswahl frei und kreativ sein kann, da es an keine Vorgaben oder konkrete (Unternehmens-)Ziele gebunden ist. Gleichzeitig besteht aber auch die Gefahr, dass Aktionen nicht stattfinden können. Gründe können dann zum Beispiel sein: der stressige Arbeitsalltag, ein kurzfristiges Projekt, das dazwischenkommt oder es fehlen schlichtweg Mitarbeitende, die sich innerhalb des Teams engagieren möchten.

Es gibt zahlreiche Gründe, wieso Nachhaltigkeitsaktionen weniger stark priorisiert, aufgeschoben oder gar nicht umgesetzt werden, wenn sie auf freiwilliger Basis stattfinden. Auch bei uns gibt es Zeiten, in denen das GREENteam nur wenige Mitglieder hat oder Aktionen kurzfristig abgesagt werden müssen, weil die Kapazitäten fehlen.

Verantwortung nicht auf die Mitarbeitenden verlagern

Als Unternehmen sehen wir uns in der Pflicht, die Verantwortung im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit nicht auf unsere Mitarbeitenden zu übertragen. Während wir das Mitarbeitendenengagement fördern möchten, müssen auch wir als Unternehmen Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt übernehmen und dies entsprechend innerhalb des Unternehmens kommunizieren.

Erläuterung

Überlebensversicherung

Wenn Mitarbeitende wissen, dass das Unternehmen einen Beitrag für mehr Klimaschutz leistet, kann dies eine zusätzliche Motivation sein, den eigenen CO₂-Fußabdruck zu reduzieren. Deshalb gibt es bei idealo die „Überlebensversicherung“:

  • Mit Investitionen in Klimaschutzprojekte kompensiert idealo 50 Prozent des individuellen CO₂-Fußabdrucks aller Mitarbeitenden.
  • Bezüglich der übrigen 50 Prozent unterstützt idealo mithilfe des GREENteams die Mitarbeitenden dabei, ihren Fußabdruck weiter zu reduzieren.

So gibt es bei idealo seit mehreren Jahren das Sustainability Team, das eine holistische Nachhaltigkeitsstrategie für das Gesamtunternehmen veröffentlicht hat. Es hat die Aufgabe, die unterschiedlichen Abteilungen im Unternehmen dazu zu befähigen, Nachhaltigkeit in ihre Prozesse aufzunehmen und entsprechende Maßnahmen umzusetzen. Daneben widmet es sich Themen wie der Reduktion der Unternehmensemissionen und dem Erstellen des Nachhaltigkeitsberichts.

Aber auch die Einbeziehung unserer Mitarbeitenden auf unserem Weg hin zu mehr Nachhaltigkeit ist Aufgabe des Sustainability Teams. Innerhalb der Nachhaltigkeitsstrategie, die bei uns in vier Themenbereiche mit je einem bis drei konkreten Zielen gegliedert ist, fällt dies unter den Bereich „Gesellschaft“.

 

Überblick über die Nachhaltigkeitsstrategie von idealo: Die Strategie beinhaltet vier Themenbereiche mit je einem bis drei konkreten Zielen: Klima und Umwelt, Menschen, Gesellschaft, Produkt.

Abbildung: Überblick über die Nachhaltigkeitsstrategie von idealo

 

Ein konkretes Ziel, das wir als Sustainability Team innerhalb dieses Themenbereichs verfolgen, ist: „Wir schaffen jedes Jahr vielfältige und hybride Angebote, sodass hundert Prozent unserer Belegschaft die Möglichkeit haben, sich regelmäßig zu engagieren.“

Hier kommt das GREENteam wieder ins Spiel, das entsprechend in die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens eingebunden ist. Auch wenn es auf dem freiwilligen Engagement unserer Mitarbeitenden basiert, verstehen wir es als unsere Aufgabe, das GREENteam zu fördern, das Engagement im Team und die Teilnahme an den Projekten aktiv zu bewerben und bei der Umsetzung von Projekten zu unterstützen.

Auch als Unternehmen Angebote schaffen

Ein weiteres Format, das innerhalb unserer Nachhaltigkeitsstrategie unter den Themenbereich „Gesellschaft“ fällt, sind unsere sogenannten Community Impact Days. Denn wir sind fest davon überzeugt: Nachhaltige Transformation muss auch soziale Nachhaltigkeit berücksichtigen.

An vier Tagen im Jahr haben unsere Kolleginnen und Kollegen deshalb die Möglichkeit, sich in einer gemeinnützigen Einrichtung sozial zu engagieren.

Hierfür arbeitet idealo mit Einrichtungen der Malteser Berlin und der ReDi School of Digital Integration zusammen. Gemeinsam haben wir bedarfsorientierte und regelmäßige Projekte entwickelt, die zum einen von unseren Mitarbeitenden umsetzbar sind und zum anderen einen echten Mehrwert für die Einrichtungen schaffen. Gleichzeitig haben die Mitarbeitenden die Möglichkeit, ihre beruflichen Kompetenzen einzubringen und so etwas Gutes zu tun.

Begriffserklärung

Community Impact Days

Der Impuls für das Konzept der „Community Impact Days“ kam von engagierten Mitarbeitenden, die bereits 2014 den sogenannten „idealo Kieztag“ ins Leben gerufen haben: Über mehrere Jahre wurden die Mitarbeitenden dazu eingeladen, einmal im Jahr eine soziale Einrichtung oder ein Projekt in unserem Berliner Kiez zu unterstützen. Was damals aus dem Wunsch Einzelner heraus entstand – nämlich der Gesellschaft und Umwelt etwas zurückzugeben –, ist heute fester Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie von idealo.

In den „idealo Smartphone-Sprechstunden“ beispielsweise helfen wir mit unseren digitalen Kompetenzen Seniorinnen und Senioren bei ihren Problemen und Fragen rund um Handy, Tablet oder Laptop. Dabei soll auch der Spaß nicht zu kurz kommen, denn je größer die Motivation, desto stärker ist das Engagement. Deswegen bitten wir unsere Mitarbeitenden regelmäßig um Feedback zu den Projekten, der Arbeit vor Ort sowie ihren Wünschen für zukünftige Projekte.

Firmenprofil

idealo

Idealo ist eine europäische Preisvergleichsplattformen. 2000 gegründet, ist idealo heute in insgesamt sechs Ländern vertreten (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich und Spanien).
Rund 1.000 Mitarbeitende aus über 60 Nationen arbeiten wahlweise remote oder am Standort Berlin-Mitte.

Mit der Arbeit des Sustainability Teams und Angeboten wie den „Community Impact Days“, die in unsere Nachhaltigkeitsstrategie eingebettet sind, stellen wir sicher, dass Projekte im Bereich Nachhaltigkeit und Gesellschaft stattfinden, auch wenn es dem GREENteam als freiwillige Arbeitsgruppe aktuell an Kapazitäten fehlt. Unserer Erfahrung nach ist genau diese Mischung aus freiwilligem Engagement und strategischem Nachhaltigkeitsmanagement ein effektiver Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit und Transformation im Unternehmen.

Kommunikation und Austausch fördern

Um einen möglichst großen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, wünschen wir uns für all unsere internen Projekte und Aktionen eine hohe Mitarbeitendenbeteiligung. Wie das gelingt? Gerade bei einer Unternehmensgröße wie unserer ist es gar nicht so einfach, alle Menschen zu erreichen und zu begeistern.

Wir schaffen Austauschformate, mit denen wir allen die Möglichkeit geben, ihre eigenen Ideen einzubringen.

Viele Menschen haben praktische Tipps und Tricks für einen nachhaltigeren Alltag, die sie gerne teilen möchten, ohne direkt in einer Gruppe von Freiwilligen aktiv zu sein. Das Intranet oder moderierte Unternehmens-Chats sind gute Möglichkeiten, um Ideen zu sammeln, Tipps festzuhalten oder den Austausch zu fördern.

Unser unternehmensinterner Newsletter, aber auch das Intranet sowie der Kalender sind für uns bei idealo wichtige Tools, um die Belegschaft auf unsere Aktionen aufmerksam zu machen. Wir nutzen alle Kommunikationswege, um den Mitarbeitenden möglichst rechtzeitig die Möglichkeit zu geben, sich in ihrem hektischen Arbeitsalltag ein wenig Zeit zu blocken, um etwas Gutes zu tun, sich weiterzubilden, zu informieren oder einfach mal mit anderen auszutauschen – und gemeinsam unseren CO₂-Fußabdruck ein Stück zu verringern.

 

 

Autorin

Jeruscha Schanda
ist seit 2019 bei idealo tätig. Seit 2021 ist sie als Sustainability Managerin Teil des Sustainability Teams und mitverantwortlich für das Nachhaltigkeitsmanagement im Unternehmen. In ihrer Position verantwortet sie das soziale Nachhaltigkeitsengagement und die Nachhaltigkeitskommunikation bei idealo und betreut das GREENteam (Kontakt: jeruscha.schanda@idealo.de)
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