Porträt von Christoph Magnussen

„Kollaboration ist im Wesentlichen Kommunikation“

Christoph Magnussen über den technischen Grundstein der modernen Arbeitswelt, seine Liebe zur Fotografie und welche Bedeutung Regeln in der Kommunikation haben.

Was sagen Sie Menschen, die sich vor Veränderungen fürchten?

Wo würden wir heute stehen, wenn unsere Vorfahren nicht neue Wege erkundet hätten? Veränderungen herbeizuführen, sie zu gestalten und auszuhalten, das ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens. Klar schreckt einen die Ungewissheit erst mal zurück. Aber wie geil ist das Gefühl, etwas Neues geschaffen zu haben?! Egal ob im Großen oder im Kleinen. Veränderung bedeutet, auf eine Reise zu gehen. Und meistens – gerade in Unternehmen – ist man dabei auch nicht allein.

Was würden Sie gern noch lernen?

Mein Motor ist die Neugier, der Wille, möglichst viele Dinge auszuprobieren und vor allem zu verstehen. Und das nicht nur in der Theorie, sondern in der Praxis. Deswegen würde ich gern mein Hobby Fotografie weiter vertiefen. Mit mehr Zeit und Muße könnte ich dann gerade bei analogen Fotos Bildaufbau und -entwicklung besser verstehen – und bessere Ergebnisse liefern.

Warum gehören „Cloud Tools“ zu New Work?

New Work bedeutet, das zu tun, was man wirklich, wirklich will. Dazu gehört auch, dass man an einem Ort arbeitet, an dem man gern ist oder sein muss, wenn es das jeweilige Lebenskonzept hergibt oder verlangt. Deswegen ist Flexibilität heute alles. Sie funktioniert im Sinne der Wertschöpfung – denn dafür ist Arbeit ja bei allen gewünschten Annehmlichkeiten nun einmal da –, aber nur wenn man „from anywhere“ mit anderen zusammenarbeiten oder etwa gemeinsam Dateien bearbeiten kann. Asynchrone, Cloud-basierte Kollaborations-Tools sind hier echte Gamechanger. Die wir erst wirklich wertschätzen, wenn sie mal „down“ sind. Kurz: Cloud Technologie ist ein wichtiger technischer Grundstein für die moderne Arbeitswelt.

Wo oder wie kommen Sie auf die besten Ideen?

Oft kommen die besten Ideen ja auch dann, wenn man gar nicht direkt über ein Problem nachdenkt, sondern etwas ganz anderes macht. Es kommt also auch vor, dass ich beim Autofahren, beim Sport oder beim Spielen mit meinen Kindern plötzlich Einfälle habe. Aber auch in dem einen oder anderen „YouTube-Rabbit-Hole“ finde ich Inspiration.

Was begeistert Sie an gelungener Kommunikation?

Kommunikation ist dann gelungen, wenn sie verstanden wird. Das hat am Ende wenig mit Kreativität zu tun, sondern vor allem mit Handwerk: Damit wir im Arbeitsalltag gut miteinander klarkommen, brauchen wir Regeln zur Kommunikation. Denn Kollaboration ist im Wesentlichen Kommunikation. Wann wird was, wie und wo mit wem besprochen? Wann reicht die Diskussion im offenen Chat und wann eine Direct Message? Wann muss man sich direkt ins Auge sehen oder wann reicht ein Zoom-Call oder Telefonat? Das muss klar sein. Dann gelingt Kommunikation.

Wie finden Sie Ausgleich zu Ihrem Berufsalltag?

Wann immer möglich, versuche ich, dem Alltag durch den Blick durch eine Kameralinse eine andere Perspektive abzugewinnen. Fotografie ist eine große Leidenschaft von mir. Wenn es die Zeit hergibt, dann finde ich den besten Ausgleich am Strand in Dänemark, bei einem Bier und mir selbst. Dann kann ich losgelöst und frei denken.

 

 

Autor

Christoph Magnussen lebt New Work und macht bei der von ihm gegründeten New-Work-Beratung Blackboat das, was er wirklich, wirklich will: Unternehmen dabei helfen, die Zusammenarbeit zu verbessern, damit Arbeit die Menschen als Individuen sowie als Kollektiv stärkt. Christoph Magnussen ist neben Michael Trautmann außerdem Mitbegründer und Co-Host des Podcasts „On the Way to New Work“ sowie Co-Autor des gleichnamigen Buchs.
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