KI und Unternehmenskultur: Lernen zu vertrauen
Was sind (zukünftig) wichtige Voraussetzungen für eine Organisationskultur, in der Mensch und KI erfolgreich zusammenarbeiten können? Wir haben bei verschiedenen Expertinnen und Experten nachgefragt. Teil 4 von 6.
Wir müssen weg von einer Wissens- und hin zu einer Lernkultur. Denn unser Wissen verliert an Halbwertszeit. Mehr denn je ist es die Aufgabe der Arbeitgeber, allen Mitarbeitenden die Chance zu geben, sich weiterzubilden und mit den technologischen Entwicklungen Schritt zu halten. Wir müssen lebenslanges Lernen am Arbeitsplatz demokratisieren. Indem wir „Lernen“ positiv besetzen und die Lust am Lernen wecken. Mit einer neuen, zeitgemäßen Lernatmosphäre und mit individuellen, zielgruppenspezifischen Lernangeboten.
Dafür brauchen wir zuallererst ein Software-Update in unseren Köpfen: Wir sollten unsere Zukunftsängste vor Robotern und KI abbauen und sie umwandeln in Zuversicht und Neugierde.
Darüber hinaus braucht es eine neue Haltung. Lernen ist Einstellungssache. Denn: Technologie ist gekommen, um zu bleiben. Und damit auch Veränderung. Und wo Veränderung alltäglich ist, muss auch Lernen selbstverständlich sein. Das ist die Basis von zukünftigem Erfolg. Denn Lernfähigkeit gehört zu unserer Zukunftsfähigkeit wie das Atmen.
Und schließlich die wohl größte kulturelle Herausforderung für Unternehmen und jeden Einzelnen von uns: Wir alle müssen lernen zu vertrauen! Vertrauen in eine Zukunft mit Technologie. Und Vertrauen in uns selbst. Darin, dass wir den technologischen Wandel meistern. Mit Mut, Neugierde, Zuversicht und Optimismus.
Autorin
Felicitas von Kyaw
ist Geschäftsführerin Personal sowie Arbeitsdirektorin von Vodafone Deutschland.
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