Mit einem Führungsinstrument zur neuen Kultur

Mit einem Führungsinstrument zur neuen Kultur

Führungskräfte- und Kulturentwicklung waren beim RMV lange kein großes Thema – bis zu dem Zeitpunkt einer Mitarbeiterbefragung. Aufgrund der Ergebnisse sowie der zunehmenden komplexen Herausforderungen wurde alsbald klar, dass sich etwas ändern muss in dem Verkehrsverbund. Mehr Kommunikation, mehr Feedback und eine neue Führungshaltung sind nun das Ziel. Kumuliert zeigt sich diese neue Kultur in einer Neugestaltung des Mitarbeitergesprächs.

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), der zu einem der größten Verkehrsverbünde der Republik zählt, beschäftigt nunmehr 190 Mitarbeitende und gehört damit in die Kategorie der kleinen und mittleren Unternehmen. In den ersten 15 Jahren der Unternehmensgeschichte, als die Marke von 100 Mitarbeitenden gerade überschritten wurde, konzentrierte sich die Arbeit der Personalabteilung noch hauptsächlich auf die Grundsatzthemen wie Gehaltsabrechnung, Personalverwaltung oder Erstellung von Arbeitsverträgen.

Im Laufe der Jahre wurde mehr in Sachen Personalentwicklung getan, zum Beispiel das jährliche Mitarbeitergespräch eingeführt. Auch eine erste Mitarbeiterbefragung, die intern erarbeitet wurde, ist durchgeführt worden. Das sind relativ normale Vorgänge in einem Unternehmen, das Schritt für Schritt größer wird.

Komplexe Herausforderungen nehmen weiter zu

Doch die komplexen Herausforderungen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nehmen zu. Es sei nur an den bevorstehenden massiven Ausbau der Infrastruktur und an autonomes Fahren erinnert, um hier zwei allgemeine Megatrends im ÖPNV-Kontext zu benennen. Oder an die Einführung des Deutschlandtickets, auf die die Verbünde schnell reagieren mussten.

Als einer der größten Verbünde agiert der RMV außerdem als Impulsgeber für die anderen Verbünde in Deutschland, wie zum Beispiel bezüglich der Entwicklung und des Einsatzes eines KI-Chatbots in der Kundenkommunikation.

Mehr und mehr zeigt sich, dass die bestehenden Strukturen und Arbeitsansätze im Unternehmen an ihre Grenzen kommen.

Mehr Flexibilität und mehr Freiheit wagen, lautet die Devise. Soll heißen, dass Mitarbeitende immer eigenständiger arbeiten müssen, mehr Feedback und Partizipation gefordert ist, um beispielsweise an Prozessen zu feilen. Ein Kultur- und ein Führungsthema, das im RMV im vollen Gange ist. Denn nur mit dieser neuen Kultur werden die rasanten Entwicklungen und komplexen Herausforderungen zu meistern sein.

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Autor

Simon Pfeifer ist Diplom-Pädagoge und hat einen Masterabschluss in Personalentwicklung. Seit 2018 ist er HR-Generalist für Personalentwicklung beim Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und leitet dort verschiedene HR-Projekte. Er ist Mitglied im Organisationsteam des „Frankfurter Netzwerks Personalentwicklung“ (FNPE), das Austausch und Lernen zu Themen der Personalentwicklung zum Ziel hat.